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Brüsseler Steuersymposium

18. Mai 2022, 17:30-19:30

Mehrwertsteuer im digitalen Zeitalter

E-Invoicing für europäische Unternehmen

Seit der Einführung der elektronischen Rechnungsstellung bei der öffentlichen Auftragsvergabe verändert sich die Landschaft im Bereich e-Invoicing rasant. Heute haben mehrere EU-Mitgliedstaaten Systeme der elektronischen Rechnungsstellung im Einsatz, die alle Rechnungen umfassen. Damit soll die Betrugsanfälligkeit der bestehenden Mehrwertsteuersysteme reduziert und die Mehrwertsteuerlücke verringert werden. Außerdem sollen die Kosten für steuerpflichtige Unternehmen gesenkt werden. In Italien und anderen Ländern ist ein elektronisches Clearance-Verfahren im Einsatz. Frankreich will ab 2024 ein eigenes System einführen und auch Deutschland plant jetzt die Nutzung eines e-Invoicing-Systems.

Auf der Grundlage ihres Aktionsplans für eine faire und einfache Besteuerung will die EU-Kommission noch in diesem Jahr die mehrwertsteuerlichen Meldepflichten modernisieren. Dabei will sie einen Vorschlag für einen Rahmen zur sicheren Übermittlung digitaler Rechnungsdaten mittels elektronischer Reportings- und möglicherweise Clearance-Verfahren vorstellen.

Die Einführung solcher digitalen Systeme zur Erfassung und zum Austausch elektronischer Rechnungsdaten verändert die Arbeitsabläufe sowohl der Finanzbehörden als auch der Unternehmen und ihrer Steuerberaterinnen und Steuerberater in erheblichem Maße.

Diskutieren Sie mit unseren Gästen aus der Europäischen Politik und unseren Expertinnen und Experten über:

  • die Vor- und Nachteile der Einführung von Reporting- und Clearance-Systemen zur digitalen Erfassung und zum Austausch von Daten der elektronischen Rechnungsstellung,
  • den Harmonisierungsbedarf auf europäischer Ebene und
  • im Wege eines Best-Practise die Erfahrungen der EU-Mitgliedstaaten mit dem Einsatz digitaler Lösungen für die Meldung und Datenerhebung im Bereich Mehrwertsteuer.

Programm

17:00:  Registrierung und Kaffee

17:30:  Begrüßung Dr. Holger Stein, Vizepräsident der Bundessteuerberaterkammer

17:45:  Keynote: Patrice Pillet, Referatsleiter Mehrwertsteuer, Generaldirektion TAXUD, Europäischen Kommission

             E-Invoicing: Vorstellung der EU-Initiative „Mehrwertsteuer im digitalen Zeitalter“

18:00Diskussionsrunde – E-Invoicing: Der digitale Mehrwert

  • Dr. Andreas Strub, Referatsleiter Steuerpolitik, Zollunion und Exportkredite,
    Rat Wirtschaft und Finanzen der Europäischen Union (ECOFIN) 
  • Patrice Pillet, Referatsleiter Mehrwertsteuer, GD TAXUD, Europäische Kommission
  • StB/WP Christian Böke, Vizepräsident des Deutschen Steuerberaterverbands e.V.
  • Moderation: Dr. Stefanie Becker, Steuerberaterin und Mehrwertsteuerexpertin

19:30:  Imbiss und Ausklang

Simultanverdolmetschung: DE/EN

Location: Vertretung des Landes NRW bei der EU - Rue Montoyer 47, 1000 Brüssel


Brüsseler Konferenz

17. November 2021, 15:30 – 17:30

Das neue Anti-Geldwäsche-Paket

Die Rolle des Berufsrechts im Kampf gegen Geldwäsche

Jedes Jahr fügen Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung unserer Gesellschaft erheblichen Schaden zu. Aus diesem Grund hat die Europäische Kommission im Juli 2021 ein Gesetzgebungspaket zur Bekämpfung von Geldwäsche vorgestellt.

Zu den Plänen zählt etwa die Errichtung einer EU-Behörde für die Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung. Zur Verbesserung der Koordination zwischen den Mitgliedstaaten sollen die bisherigen Rahmenvorschriften außerdem gebündelt und in unmittelbar geltendes EU-Recht überführt werden.

Der Vorschlag für eine neue Geldwäscheverordnung soll europaweit für die gleichen Verpflichtungen, etwa für Steuerberater*innen, sorgen. Gleichzeitig sollen die Sorgfaltspflichten durch die Ausweitung der Datenerhebung der Mandanten ausgeweitet werden. Dadurch könnte aber ein weiterer Abbau des Berufsgeheimnisses der Steuerberater*innen zu Lasten der Mandantenbeziehung drohen.

In Deutschland führen die Steuerberaterkammern die Aufsicht über die Steuerberater*innen und Steuerbevollmächtigten und sind aufgrund der Selbstverwaltung für die Verhängung von Bußgeldern bei Verstößen gegen die geldwäscherechtlichen Pflichten zuständig.

Über diese spannenden Themen wollen wir mit unseren Gästen aus der europäischen Politik gerne diskutieren.

Programm

15:30:  Registrierung und Kaffee

16:00:  Begrüßung StB Torsten Lüth, Präsident des Deutschen Steuerberaterverbands e.V.
16:15:  Keynote Speech: Alexandra Jour-Schroeder, Stellvertretende Generaldirektorin der Generaldirektion FISMA, Europäische Kommission: Vorstellung der neuen Anti-Geldwäsche-Vorschläge

16:30: Podiumsdiskussion

  • Markus Ferber MdEP, Stellvertretender Vorsitzender des Unterausschusses für Steuerfragen im Europäischen Parlament (EVP/CSU)
  • Alexandra Jour-Schroeder, Stellvertretende Generaldirektorin GD FISMA, Europäische Kommission
  • Dr. Holger Stein, Vizepräsident der Bundessteuerberaterkammer
  • Moderation: Hendrik Kafsack

17:30:  Imbiss und Ausklang

Sofitel Place Jourdan 1, 1040 Brüssel
 


Zweiter Brüsseler Berufsrechtsdialog

24. Februar 2021, 13:30 – 14:30

Die Zukunft des Berufsrechts

Am 24. Februar 2021 fand der zweite Brüsseler Berufsrechtsdialog unter dem Motto „Die Zukunft des Berufsrechts“ statt. BStBK-Präsident Prof. Hartmut Schwab und der Präsident des Steuerberaterverbandes Mecklenburg-Vorpommern, Torsten Lüth, debattierten mit der Europaabgeordneten Evelyne Gebhardt (SPD) und Martin Frohn von der Europäischen Kommission über Binnenmarktfragen, Verhältnismäßigkeit und künftige Herausforderungen im Berufsrecht der Steuerberater.

Herr Prof. Schwab hinterfragte, warum die EU-Kommission immer wieder versuche, nationales Berufsrecht aufzuweichen. Gerade die Berufsreglementierungen garantierten doch eine hohe Qualität der Dienstleistungen. Außerdem sei der Berufsstand durchaus bereit, seine Regelungen an geltendes EU-Recht anzupassen. Mehrere Beispiele der letzten Jahre zeigten dies anschaulich. Herr Frohn erklärte, der Kommission gehe es vor allem darum, dass der Binnenmarkt funktioniere und die Verhältnismäßigkeit der Reglementierungen gewahrt bleibe. Die Kommission sehe es außerdem positiv, dass Steuerberater in Deutschland als Vertrauensinstanz eingesetzt wurden.

Frau Gebhardt und Herr Lüth erörterten, welche Rolle das nationale Berufsrecht in einer durch die Digitalisierung grenzenlos wirkenden Zukunft einnehmen kann. Beide waren sich einig, dass bei einer Neuordnung des digitalen EU-Binnenmarkts das Ziellandprinzip, also die Anwendung des Rechts des Landes, wo der Empfänger der jeweiligen Dienstleistung ansässig ist, Vorrang haben müsse.


Erster Brüsseler Berufsrechtsdialog

29. Oktober 2020, 13:30 -14:30

Die Zukunft des freien Dienstleistungsverkehrs

Freies Reisen und Arbeiten quer durch Europa gehört zum europäischen Lebensgefühl und ist Voraussetzung für einen funktionierenden Binnenmarkt. Die Einschränkungen der Dienstleistungs- und Reisefreiheit bedingt durch Corona-Maßnahmen waren für viele Europäer ein Schock und ein wirtschaftliches Fiasko für zahlreiche Dienstleistende. Gemeinsam mit Europas Entscheidern wollen wir nun Lösungsansätze diskutieren, wie wir den Binnenmarkt stärken können, ohne dabei Verbraucherschutz, Qualität, Subsidiarität und den Kampf gegen Steuerhinterziehung außer Acht zu lassen.

Steuerberater und Steuerberaterinnen sind als feste Compliance-Instanz und wichtigste Ansprechpartner für ihre Mandanten anerkannt. In Krisenzeiten erbringen sie systemrelevante Leistungen zum Erhalt der Wirtschaftskraft. Zum Auftakt unserer Gesprächsreihe „Brüsseler Berufsrechtsdialoge“ freuen wir uns darauf, mit den Europaabgeordneten Marion Walsmann (CDU) und Anna Cavazzini (Grüne) Strategien für den freien Dienstleistungsverkehr der Zukunft zu erörtern und damit einen Beitrag zu einem funktionierenden und widerstandsfähigen Binnenmarkt zu leisten.

Vielen Dank für die rege Teilnahme an unserem ersten Brüsseler Berufsrechtsdialog am 29. Oktober 2020.